BAUMWOLLE

BAUMWOLLE

 

Baumwolle ist eine sehr alte Kulturpflanze. Die Baumwollpflanze wird zur Textilherstellung verwendet. Wie die tierischen Wollhaare dienen diese Pflanzenfasern als Grundlage zur Herstellung von Garnen und anderen Geweben.

Mit der Ausweitung des Fernhandels in der frühen Neuzeit verdrängte die Baumwolle auch in Nord- und Mitteleuropa zunehmend Leinen (Flachs) und Hanf für die meisten Anwendungsbereiche.

Mit der Erfindung der Spinning Jenny im Jahre 1764, einer frühen Spinnmaschine mit mehreren Spindeln, und der Waterframe von Arkwright 1769 wird die kostengünstige Massenproduktion von Textilien im Vereinigten Königreich möglich. Während Indien vor der industriellen Revolution hauptsächlich Fertigprodukte nach England exportierte, wird Indien danach zum Rohstofflieferanten für die englische Textilindustrie.

Im 20. Jahrhundert bekam die Baumwolle zunehmend Konkurrenz durch chemisch erzeugte Fasern. Insbesondere Polyesterfasern. Aus 100 kg Rohbaumwolle erhält man etwa 35 Kilo Fasern, 62 Kilo Samenkörner und drei Kilo Abfall. Übrig bleiben die langen Baumwollfasern, die von einer dünnen Wachshaut umhüllt sind, die die Faser vor Nässe schützt. Garne und Gewebe aus Rohbaumwolle sind deswegen wasserabweisend. Baumwolle ist kaum elektrostatisch. Die Feinheit und Weichheit der Baumwollfaser sorgt dafür, dass Baumwolle auf der Haut weder kratzt noch juckt und auch keine Allergien hervorruft. Die luftige Struktur der Baumwollfaser wirkt temperaturausgleichend. (Quelle: Wikipedia)

Die Merzerisation (Mercerisation) ist ein Veredlungsverfahren für Baumwolle. Dieses Verfahren gibt der Baumwolle:
•    einen seidenartigen, waschbeständigen Glanz
•    besserer Färbbarkeit
•    höherer Festigkeit 
Das Verfahren erhöht die Qualität der Textilien, ist aber sehr kostspielig.